3. bis 5.7.2004
![]() Das Monte-Rosa-Massiv von Pecetto aus gesehen |
Am Fuße des Monte Rosa |
Am Vorabend |
Die Wand entzieht sich dem Blick |
Im Talschluß |
![]() Blick von Belvedere aus auf die Monte Rosa Ostwand |
![]() Der untere Teil des Marinelli-Couloirs (rechts im Bild) |
![]() Blick bis zum Matterhorn |
Ende der Tour an der Station Rotenboden der Gornergratbahn mit Blick zum Matterhorn |
| Wir sind von Pecetto mit dem Lift nach Belvedere gefahren und
hier leider der Versuchung des schönen Weges zur Zappa-Hütte erlegen
gewesen.
Der zerklüftete Belvedere-Gletscher bzw. Schutthaufen war eine echte
Strafe. Man sollte wirklich versuchen, gleich von Belvedere aus ins
weglose Gelände auf der Nordseite des Nordendgletschers zu gelangen,
vielleicht entlang der Tannen. Wir querten vom Belvederegletscher zum
Nordendgletscher und traversierten diesen auf ca. 2100m (Wegzeichen!)
bis an den Nordrand, stiegen dann im Firn nach oben und in der breiten,
flachen Schneerinne bis auf die Höhe des Marinelli-Biwaks. Am
Marinelli-Biwak gibt es eine Quelle/Wasserfällchen, zu der der kleine
Pfad führt, der in entgegengesetzter Richtung des Zustiegs vom Biwak
zum Couloir führt. Die Biwakschachtel ist mit 2-Flammen-Herd, mehreren
Gasflaschen, Geschirr und vielen Decken ausgestattet. Bequem liegt man
zu 8 Personen. Manche Matratzen liegen mehrfach und könnten im Notfall
auf den Boden gelegt werden. Wir haben den ersten großen Teil des felsigen Imsengrücken nördlich im Firn umgangen und sind dann in der dem Imsengrücken südlichen Firnrinne weitergeklettert. Im Bereich der Serakzone gab es das erste Blankeis, das im oberen Drittel die Standard-Bedingungen waren (z.T. mit dünner Harschschicht überzogen). Ausstieg durch Eisrinne zum Silbersattel, in der es schon vor Sonnenaufgang rieselte. Insgesamt herrschten also noch gute Bedingungen. Das gilt natürlich nur für nachts. Tagsüber konnten wir Felsstücke in Größe einer Schreibtischplatte das Marinelli-Couloir hinuntersegeln sehen. Man sollte das Couloir bis 7 oder spätestens 8 Uhr morgens verlassen haben oder eine geschützte Zone im Fels aufsuchen. Die Schneeschuhe, gegen die wir im letzten Moment die - nur bei der Abfahrt vom Silbersattel zur Monte-Rosa-Hütte einsetzbaren - Skier ausgetauscht hatten, waren ebenso überflüssig. Tendenz: In kalten Nächten gute Schnee- und Eisbedingungen, allerdings zunehmend blank und objektiv gefährlicher. Tagsüber große Aktivität der Wand (Steinschlag, Eisschlag). |